Preisträger des Wissenschaftspreises
Hier finden Sie die bisherigen Preisträgerinnen und Preisträger des Wissenschaftspreises der Köck Privatstiftung.| Wissenschaftspreis 2011 |
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| Kategorie Diplom-/Masterarbeiten |
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Mag. Petra Ilias "Mathematik (an)fassbar Selbst entwickelte Modelle für die Sekundarstufe II - analysiert unter den Aspekten Medien, Motivation, Handlung und Spiel" Institut für diskrete Mathematik und Geometrie,Technische Universität Wien
Den Kernpunkt der Arbeit bilden begreifbare Mathematik-Modelle sowie Spiel – Materialien, die von der Autorin selbst eigens für Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe II entwickelt wurden.
Die Arbeit bietet in einem ersten Teil eine Zusammenschau über bestehende Lerntheorien und -konzepte, deren didaktische Überlegungen für einen handlungsorientierten, selbststrukturierenden und eigenverantwortlich-entdeckenden (Mathematik-)Unterricht anwendbar erschienen. Aus Reformpädagogik und Handlungstheorie nach Aebli erhält man eine Fülle von Anregungen für forschenden und entdeckenden Unterricht in der Grundstufe und der Sekundarstufe I, für ältere Lernende finden sich aber kaum entsprechende Ideen. Eine Erweiterung auf die Sekundarstufe II war somit naheliegend und wünschenswert: Die Prinzipien der erwähnten Theorien wurden in der Arbeit dargestellt und auf ihre Anwendbarkeit im Mathematikunterricht der Sekundarstufe II hin untersucht. Ebenso konnten einige Inhalte in Grundstrukturen auf die selbst entwickelten Modelle übertragen werden. Auf Basis solcher schülerInnenzentrierten Lernkonzepte wurden Vorschläge und Ideen für einen anregenden, forschenden und vielseitigen Mathematikunterricht erarbeitet, in dem die vorgestellten Modelle von den SchülerInnen selbst als Lernmittel verwendet werden. Somit werden diese befähigt, ihren Lernprozess selbst zu gestalten: Tempo, Tiefe und Dauer der Beschäftigung mit den mathematischen Inhalten werden von den Lernenden bestimmt. Zudem wird durch die Möglichkeit, die Modelle zu verwenden (kurz: Hinzeigen zu können) das Sprechen über Mathematik, das Kommunizieren mathematischer Inhalte erheblich vereinfacht.
Alle Modelle und auch das Spiel sind in ihrer Ausführung auf die SchülerInnen abgestimmt. Diese sollen zu einer Auseinandersetzung mit den vorgestellten mathematischen Inhalten (Vektoren, Winkelfunktionen und Drehkörper) motiviert, in ihrem Lernprozess unterstützt und in ihrer eigenen Kreativität beflügelt werden. Spiel und spielerischer Umgang sind zusammen mit Flow nach Csikszentmihalyi wesentliche Elemente der entwickelten Modelle.
Mit der vorliegenden Arbeit sollte ein Beitrag zu einer Erweiterung des bisherigen Bildes des Mathematik-unterrichts geleistet werden: Freude an der Beschäftigung mit Mathematik zu vermitteln, und zwar auf ehrliche, nicht aufgesetzte Weise. Die Mathematik selbst soll zum Gegenstand und Hauptinhalt des Spiels und der kreativ-gestalterischen Auseinandersetzung erhoben werden – kurz: Mathematik soll nicht nur als unantastbare, fern-abstrakte Wissenschaft wahrgenommen, sondern vielmehr als kognitiv, haptisch und emotional begreifbar erlebt werden. |
| Kategorie Bakkalaureatsarbeiten |
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Kerstin Preissl BEd "Unterrichtsstörungen auf der Sekundarstufe I Der professionelle Umgang mit Unterrichtsstörungen und Disziplinkonflikten im Schulalltag unter besonderer Berücksichtigung des Deutschunterrichts" Institut für HauptschullehrerInnenausbildung Strebersdorf, Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien/Krems
Die optimale Entwicklung der kindlichen Persönlichkeit im Fokus kindgemäßer Pädagogik zielt meiner Meinung nach auf Fach-, aber vor allem auf Selbst- und Sozialkompetenz ab. Unterrichtsstörungen sind Ereignisse, die von allen am Lehr- und Lernprozess Beteiligten verursacht werden, also Lehrer/innen sowie Schüler/innen gleichermaßen betreffen und in die Verantwortung nehmen. In meiner Arbeit wird u.a. darauf eingegangen, wie Lehrer/innen mit Schülerinnen und Schülern gemeinsam gemeinschaftlich verursachte Konflikte und Probleme, wie Störungen im Klassenzimmer, einer Lösung zuführen können.
Aufbauend auf individualpsychologischen und verhaltensmodifikatorischen Sichtweisen werden kommunikations- sowie beziehungsorientierte Maßnahmen erörtert und diskutiert. Dabei steht die Arbeit mit dem Ich, dem Du und dem Wir (kurz: Soziales Lernen) im Vordergrund. Das gemeinsame Arbeiten am Konflikt hat zahlreiche Vorteile gegenüber autokratischem Lehrer/innenverhalten im Konfliktfall. Häufig werden Kinder in erziehungsschwierigen Situationen allerdings durch Machtanwendung fremdgesteuert, es werden also
nicht selten „Fremdlösungen“ für eigene bzw. gemeinsame Probleme von der Lehrkraft aufgezwungen, die häufig ablehnende kindliche Reaktionen sowie eine Verschlechterung der Beziehung zwischen Lehrkräften und Kindern zur Folge haben. Selbstdisziplin und Eigenverantwortung können sich allerdings nur dort entfalten, wo Selbstverantwortung gefördert wird und Selbstdisziplin vorliegt: Also dort, wo Erzieher/innen den Mut aufbringen, Verantwortung für gemeinsame Probleme mit Kindern zu teilen, und wo Erzieher/innen Annahme signalisieren, statt Macht auszuüben. Wird Verantwortung geteilt, können Kinder lernen, Lösungen für eigene Probleme zu finden. Sie können lernen, eigene Gefühle mitzuteilen, einander zuzuhören, andere Standpunkte zu begreifen, Lösungen vorzuschlagen, Argumente abzuwiegen und einen gemeinsamen Weg zu finden …
Soziales Lernen als Weg vom Ich zur arbeitsfähigen Gruppe beschreibt einen Prozess, an dessen Ende verantwortungsbewusste, eigenständige, mündige junge Menschen stehen, die über Selbstkompetenz verfügen und außerdem gelernt haben, mit anderen respektvoll umzugehen und Konflikte gewaltlos zu bearbeiten.
In der Arbeit wird außerdem thematisiert, wie wichtig es für die kindliche Entwicklung ist, dass Eltern und Lehrer/innen einen überschaubaren pädagogischen Rahmen mit fixen Bezugspunkten bieten. Der pädagogische Konsens im Lehrerteam trägt beispielsweise wesentlich dazu bei, Unterrichtsstörungen im Vorhinein zu unterbinden. Außerdem wird in der Arbeit die Unterrichtsstörung auch auf der unterrichtlichen Dimension betrachtet: Unterrichtsformen, wie Frontalunterricht, die von Kindern nur reaktives Verhalten verlangen, begünstigen beispielsweise das Entstehen von Unterrichtsstörungen, während offene Lernformen verbunden mit Methodenkompetenz das Entstehen von Störungen eher mindern. Da es nicht nur eine Ursache für das Entstehen von Störungen gibt, gibt es auch nicht einen einzig wahren Lösungsansatz für Konflikte im Klassenzimmer. Unterschiedliche theoretische Konzepte werden in der Arbeit erläutert und miteinander in Beziehung gestellt. Eines haben sie alle gemeinsam: Das Bemühen um Linderung von Problemen und Lösung von belastenden Störsituationen im Klassenzimmer. |
| Wissenschaftspreis 2010 |
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| Kategorie Dissertationen |
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Dr. Gerda Hagenauer Die Lernfreude in der Sekundarstufe 1 – ihre Veränderung und ihre Determinanten Fachbereich Erziehungswissenschaft Universität Salzburg Dr. Tina Hascher, Dr. Ferdinand Eder
Befunde wissenschaftlicher Studien sprechen ein deutliches Bild: Der Schule gelingt es häufig nicht, die zu Beginn der Grundschule noch hohe Lernfreude der Schüler und Schülerinnen zu erhalten. Vielmehr sinkt die Freude am Lernen im Laufe der Schuljahre kontinuierlich, und die Schüler und Schülerinnen distanzieren sich emotional von der Schule. Diese Entwicklung wird als bedenklich eingeschätzt, da die aktuelle Unterrichtsforschung immer wieder auf die förderliche Wirkung positiver Emotionen für das Lernen der Schüler und Schülerinnen hinweist: Schüler und Schülerinnen, die das Lernen mit Freude verbinden, zeigen beispielsweise eine höhere Anstrengungsbereitschaft, eine höhere Lernmotivation oder auch eine elaboriertere Aufgabenverarbeitung. Diese Faktoren wiederum führen zu einer besseren Lernleistung.
In der Dissertation stand die Lernfreude der Schüler und Schülerinnen im Zentrum, und es wurde der Frage nachgegangen, wie sich diese in der Sekundarstufe 1 verändert und welche Faktoren sich hier als einflussreich erweisen. Hierzu wurden 356 Schüler und Schülerinnen aus insgesamt 9 Hauptschulen aus der Stadt Salzburg und Salzburgs Umgebung in einem Längsschnitt (4 Messzeitpunkte) schriftlich befragt. Ein Teil dieser Schüler und Schülerinnen (110 Personen) führte zusätzlich ein „Lernfreude-Tagebuch“, um Aufschluss über Lernfreude auslösende und verhindernde Unterrichtssituationen zu erhalten.
Die Ergebnisse belegen den Rückgang der Lernfreude im beobachteten Zeitraum. Es wurde aufgezeigt, dass die Passung zwischen schulischen Umweltbedingungen und den Bedürfnissen der Schüler und Schülerinnen immer weniger gut gelingt. So verschlechtert sich beispielsweise die Beziehung zwischen Lehrpersonen und Schülern und Schülerinnen aus Schülersicht zunehmend zwischen Klassenstufe 6 und 7. Des Weiteren fühlen sich Schüler und Schülerinnen in vielen Situationen als wenig kompetent und können den Erklärungen der Lehrpersonen schlecht folgen. Ebenso schätzen sie die ihnen gewährten Freiheiten (z.B. Mitbestimmung im Unterricht) als zunehmend geringer ein. Dadurch kommt es zu einer Vernachlässigung der Bedürfnisse nach sozialer Eingebundenheit, Kompetenz und Autonomie, wodurch eine negative Entwicklung der Lernfreude bewirkt wird. Trotz dieses generellen negativen Trends zeigen die Tagebuchdaten jedoch ebenso auf, dass es der Schule unter bestimmten Bedingungen und in gewissen Situationen gelingt, die Lernfreude der Schüler und Schülerinnen im Unterricht hervorzurufen. Während der klassische Frontalunterricht – vor allem bei leistungsstarken Schülern und Schülerinnen – Lernfreude häufig verhindert, führen beispielsweise Unterrichtssituationen, in denen spielerisch / experimentell und mit neuen Medien – speziell mit dem Computer – gelernt wird, in denen individuell geübt werden kann, in denen gemeinsam in der Gruppe gearbeitet wird oder in denen neue Fähigkeiten, wie z.B. in Kochen, Werkerziehung, Musik oder Bewegung und Sport, erworben werden können, zu Lernfreude auf Seiten der Schüler und Schülerinnen.
Für die Gestaltung des Unterrichts lässt sich aus den gewonnenen Ergebnissen schlussfolgern, dass es von hoher Bedeutung ist, auf die Bedürfnisse der Lernenden durch eine entsprechend gestaltete Lernumgebung einzugehen, um deren positive emotionale Haltung gegenüber dem Lernen aufrecht zu erhalten. |
| Kategorie Diplom-/Masterarbeiten |
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Marie Thérèse Schultes Machen Videospiele aggressiv? Eine Längsschnittstudie zum Einfluss des Konsums gewalthaltiger Video- und Computerspiele auf Attributionsstil, normative Einstellungen und Aggressivität Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie & Evaluation, Universität Wien Mag. Dr. Dagmar Strohmeier
Video- und Computerspiele sind als wichtige außerschulische Lernumwelt in den Alltag vieler österreichischer SchülerInnen integriert. Sowohl PädagogInnen als auch Erziehungsberechtigte befürchten jedoch negative Auswirkungen dieser Medienangebote auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und äußern insbesondere Bedenken bezüglich der aggressionsfördernden Wirkung von Gewaltdarstellungen in Video- und Computerspielen.
Ziel der vorliegenden Studie war es, wissenschaftlich fundierte Aussagen über die Auswirkungen des Konsums von Video- und Computerspielen treffen zu können, um Grundlagen für eine kindgemäße Medienerziehung in der Schule zu schaffen. Dazu wurden 169 SchülerInnen zwischen 11 und 14 Jahren zu zwei Messzeitpunkten im Abstand von sechs Monaten befragt. Sie sollten angeben, welche fünf Video- und Computerspiele sie am liebsten und am häufigsten spielen. Diese Spiele wurden anschließend aufgrund ihrer Bewertung durch die Pan European Game Information (PEGI) nach Gewaltgehalt und Altersbeschränkung kategorisiert. Zur Überprüfung der aggressionsfördernden Wirkung wurden der Attributionsstil, die normativen Einstellungen zu aggressivem Verhalten, sowie die Aggressivität der SchülerInnen erhoben.
Die Ergebnisse der Studie zeigten, dass fast ein Viertel (24,8 %) der befragten SchülerInnen Video- und Computerspiele nutzen, welche Gewalt enthalten und außerdem nicht für ihr Alter freigegeben sind. Die Nutzung dieser Spiele stand mit einem feindseligen Attributionsstil, einer stärkeren Akzeptanz aggressiver Verhaltensweisen und einer höheren Aggressivität in Zusammenhang. Analysen über beide Messzeitpunkte zeigten außerdem, dass der Konsum nicht altersgemäßer gewalthaltiger Bildschirmspiele bei den Mädchen über einen Zeitraum von sechs Monaten zu einer erhöhten Aggressivität geführt hatte.
Die Resultate der vorliegenden Studie weisen darauf hin, dass es bei der Auswahl von Medienangeboten für Kinder und Jugendliche besonders wichtig ist, auf deren Eignung für die jeweilige Altersgruppe zu achten. Angesichts des hohen Zeitausmaßes, das von SchülerInnen für diese Art der Freizeitbeschäftigung aufgewendet wird, sollte das pädagogische Potenzial von altersgemäßen Video- und Computerspielen, welche sowohl spannend und unterhalt-sam als auch intellektuell fordernd sind, nicht ungenutzt bleiben. Neben der Förderung eines verantwortlichen Umgangs mit den neuen Medien sollte also das Kennenlernen von Medienangeboten, welche zu einer positiven Entwicklung im Kindes- und Jugendalter beitragen können, fester Bestandteil einer kindgemäßen Medienerziehung sein. |
| Kategorie Bakkalaureatsarbeiten |
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Sabrina Schmiderer BEd Flow oder Show? Flow-Effekt nach Csikszentmihalyi im Zusammenhang mit der entspannten Lernumgebung nach Montessori Institut für LehrerInnenbildung - Kirchliche Pädagogische Hochschule Stams Dr. Hubert Brenn, Dr. Heide Hechenberger
Die Arbeit entstand im Rahmen der Evaluierung eines Schulversuchs an der Volksschule Imst-Unterstadt in einer jahrgangsgemischten Klasse mit reformpädagogischem Schwerpunkt nach Montessori. Untersucht wurden das Konstrukt Flow (hoch konzentriertes Arbeiten bzw. Tun) sowie die Grundlagen der Montessori-Pädagogik. Dabei wurde der Frage nachgegangen, ob und wie vier untersuchte Prinzipien nach Montessori
- die Bewegungsfreiheit
- die freie Wahl
- das Lernmaterial und schließlich
- die vorbereitete Umgebung
für das Zustandekommen und Auftreten des Flow als bestimmendes Merkmal für selbstorganisiertes, konzentriertes und zufrieden stellendes Lernen bzw. Tun ausschlaggebend sind.
Die verifizierte Forschungsfrage: Die entspannte Lernumgebung nach Montessori begünstigt das Eintreten des Flow. Das soll ein Ansatzpunkt sein, um gegenwärtige motivationale Probleme und Lernunlust bei Schülerinnen und Schülern, die bereits in der Volksschule auftreten, zu überwinden. Die Bedeutung der Atmosphäre sowie die Möglichkeiten der Verbesserung der Lerneffizienz durch Berücksichtigung des Flow-Effekts konnten aufgezeigt werden.
Zum Flow: Flow begünstigt psychologische Gegebenheiten wie Motivation, Konzentration, Tun und Lernen um seiner selbst willen, weniger wegen äußerer Anreize. „Es ist, was die Liebende fühlt, wenn sie mit dem Mann ihres Herzens spricht, die Bildhauerin, wenn sie ihren Marmorblock bearbeitet, die Wissenschaftlerin, wenn sie sich voll und ganz auf ihr Experiment konzentriert.“ (Csikszentmihalyi Mihaly, 20002). Es ist…
…was ein Kind fühlt, wenn es voll in seiner Bewegung aufgeht,
…wenn seine gesamte Konzentration dazu beiträgt, Aufgaben zu meistern, die vorher unlösbar erschienen,
…wenn es mit seinem ganzen Herzen und seiner ganzen Energie eine Tätigkeit ausführt,
…wenn sich ein Kind voll und ganz in seine Arbeit vertiefen kann, sodass Raum und Zeit gänzlich in den Hintergrund treten,
…wenn ein Kind tiefe Freude verspürt, nachdem sein Produkt fertig gestellt ist.
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| Wissenschaftspreis 2009 |
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| Erster Preis |
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Dr. Christian Bertsch Forschend-begründendes Lernen im naturwissenschaftlichem Unterricht. Wege zu einer naturwissenschaftlichen Grundbildung am Übergang Primar/Sekundarstufe am Beispiel von Unterrichtsmaterialien zum Thema Fotosynthese Institut für Didaktik der Naturwissenschaften, Universität Salzburg; Institut für LehrerInnenbildung und Schulforschung, Universität Innsbruck; Institut für Botanik, Univ. Innsbruck Dr. U.Unterbruner, Dr. M.Schratz, Dr. S.Kapellari
Der naturwissenschaftliche Unterricht an Österreichs Schulen ist laut PISA Expertenberichten größtenteils ein Wissenserwerbsunterricht, bei dem das Vermitteln von reproduzierbarem Faktenwissen im Vordergrund steht. Es werden naturwissenschaftliche Theorien vermittelt, ohne dass die SchülerInnen die Möglichkeit haben zu überlegen, warum diese Theorien als anerkannt gelten. Warum zum Beispiel wissen wir, dass Nacht und Tag durch die sich drehende Erde verursacht werden, dass Materie aus Atomen aufgebaut ist oder dass Pflanzen durch den Prozess der Fotosynthese ihre eigene „Nahrung“ herstellen? Nur in Ausnahmenfällen haben die SchülerInnen die Möglichkeit, selbständig Fragen zu formulieren, diesen Fragen durch selbständiges Forschen nachzugehen und auf Basis ihrer eigener Experimente Schlussfolgerungen zu ziehen. Und das obwohl Studien zeigen, dass selbständiges Forschen einerseits positiv auf die Lernmotivation der SchülerInnen wirkt und anderseits durch selbständiges Forschen neben naturwissenschaftlichen Konzepten verstärkt auch ein Verständnis für den naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinn (nature of science) vermittelt werden kann.
In der Dissertation wurden ausgehend von den Alltagsvorstellungen von VolksschülerInnen Unterrichtsmaterialien entworfen, die es den SchülerInnen ermöglichen, ihre Vorstellungen durch das selbständige Planen von einfachen Experimenten zu hinterfragen (hands on). Auf Basis dieser Experimente und den eigenen Beobachtungen ziehen die SchülerInnen Schlüsse, diskutieren diese in Kleingruppen und formulieren Argumente die für oder gegen diese Schlussfolgerung sprechen (minds on). Die Materialien wurden in mehreren Schulklasen getestet und evaluiert. Die Evaluation zeigte, dass die erstellten Unterrichtsmaterialien das Interesse der SchülerInnen an selbständigem Problemlösen und selbständigem Suchen nach Erklärungen fördert, indem Situationen geschaffen werden, in denen die SchülerInnen ihre eigene Kompetenz in eben diesen – im Unterricht oft vernachlässigten – Bereichen erleben können. Interviewanalysen zeigten, dass die SchülerInnen auch fünf Monate nach dem Projektunterricht die erarbeiteten Schlüsselkonzepte wiedergeben konnten und genau beschreiben konnten, was sie bei den jeweiligen Experimenten gemacht und rausgefunden haben. Die meisten SchülerInnen zeigten auch ein eindeutiges Erkenntnis-Evidenz-Verständnis, sie konnten ihre Meinungen mit den Ergebnissen aus den Experimenten untermauern und schlüssig argumentieren.
Die bei der Entwicklung der Unterrichtsmaterialien gewählte enge Kombination von hands-on und minds-on, die Idee des forschend-begründenden Lernens ist ein vielversprechender Ansatz, um den SchülerInnen ein natur–wissenschaftliches Grundverständnis zu vermitteln, das über das Wiedergeben von naturwissenschaftlichen Theorien und Fakten hinausgeht und auch ein Verständnis für die Prozesse des wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnes inkludiert.
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| Zweiter Preis |
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Dr. Franz Eberhart Freie Alternativschulen in Österreich Eine Befragung der AbsolventInnen zu Schulzeit, Umstieg und persönlichen Werten Paris-Lodron Universität Salzburg, Abteilung Soziologie & Kulturwissenschaften Dr. Martin Weichbold
Die Befragung von insgesamt 128 AbsolventInnen aus 13 Schulen besteht aus vier Teilen. Die Ergebnisse:
1. Schulzeit: Die Erfahrungen mit der Schulzeit im Rückblick sind außergewöhnlich zufrieden stellend. Gruppenerfahrungen, als auch die Beziehungen zu den Lehrpersonen und die Lernorganisation wurden sehr positiv erlebt. Die Prägung durch die Freie Schule liegt im Welt- und Menschenbild und in der Entwicklung von Kommunikationsfähigkeiten und Kreativität. Das Wichtigste in der Schule war die Möglichkeit, sich mit interessanten Dingen beschäftigen zu können.
2. Umstieg:Der Umstieg wurde von einem Großteil der Befragten als schwer bis sehr schwer erlebt. Aber sie können die Herausforderung gut bewältigen und mit einer besseren Leistung als ihre Mitschüler die weiterführende Schule abschließen. Der Unterrichtsstil und der Umgangsstil der LehrerInnen mit den SchülerInnen wird als größte Belastung erlebt. Trotz Umstiegsproblemen haben 76% die Matura gemacht oder streben diese an.
3. Werte:Familie und Freundschaft sind die wichtigsten Werte im Leben. Das wichtigste an einem Beruf ist, dass es eine interessante Tätigkeit ist und den eigenen Fähigkeiten entspricht - die Bezahlung hat weniger Bedeutung. Das Interesse an Politik und die Teilnahme an politischen Aktivitäten ist außergewöhnlich hoch.
4. Milieu und sozialer Status der Eltern: Die Milieubefragung ergab, dass die Lebenseinstellung der Eltern in großen Bereichen dem "Selbstverwirklichungsmilieu" nach Gerhard Schulze aus seinem Buch Erlebnisgesellschaft entspricht. Der soziale Status wird zusätzlich durch die Bildung der Eltern sichtbar: 40% der Mütter und 50% der Väter haben einen Uni- oder Akademieabschluss.
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| Zweiter Preis |
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Mag.a Eva-Maria Schiller Textbook structures. Förderung der Textverständlichkeit und der Behaltensleistung durch innovative Diskursstrukturen in Physiklehrbuchtexten Institut für Wirtschaftspsychologie, Bildungspsychologie & Evaluation, Universität Wien Univ.-Prof. Dr. Ralph Reimann
Schwer verständlich, trocken, abstrakt und langweilig sind Attribute, die häufig mit dem Unterrichtsfach Physik verbunden werden. Studien zeigen, dass Kinder im Laufe ihrer Schulkarriere das Interesse an Physik verlieren, wenig Freude und wenig Motivation an der Beschäftigung mit diesem Fach haben und auch ihre berufliche Zukunft nicht in diesem Bereich der Naturwissenschaften sehen. Der Unterricht in der Schule nimmt dabei einen zentralen Stellenwert bei der Entstehung und Förderung von Interesse für Physik ein. Gelingt in der Schule die Interessensförderung für Physik nicht, ist ein späteres Einschlagen eines Berufs oder einer weiterführenden Ausbildung in dem Bereich eher unwahrscheinlich.
In dieser Arbeit wurde das Lehrbuch als ein Bestandteil des Physikunterrichts herausgegriffen, weil es in der Lernumgebung aller Kinder eine wichtige Rolle für den Wissenserwerb spielt. Ziel dieser Arbeit war es, Lehrbuchtexte kindgemäßer zu gestalten. Kindgemäße Texte, die verständlich sind, zum Lesen motivieren, die Neugier wecken und das Lernen erleichtern, tragen zur Interessensförderung bei. Dabei ist die Erzählstruktur (Diskursstruktur) wesentlich, d.h. wie Inhalte in Lehrbüchern berichtet werden. Die Erzählstruktur bestimmt, ob ein Text spannend für den Leser ist oder den Leser neugierig macht, oder auch überhaupt keine positive Reaktion im Leser hervorruft. Basierend auf Erkenntnissen der Literatur-, Kommunikations- und Medienwissenschaften, wurde ein Lehrbuchtext aus einem Physiklehrbuch auf zwei verschiedene Arten aufgebaut. Ein Text wurde aufgebaut wie ein Krimi, der andere wie eine Mystery-Geschichte. Diese beiden Texte wurden gemeinsam mit dem momentan im Lehrbuch befindlichen Text drei Gruppen von Kindern vorgegeben. Es wurde experimentell geprüft, welcher Text für Kinder verständlicher ist und durch welchen sich Kinder mehr merken. Die beiden neu strukturierten Texte schneiden besser ab: Der Physiktext mit der Erzählstruktur eines Krimis wird spannender bewertet – besonders von Mädchen - und der Text mit der Erzählstruktur einer Mysterygeschichte - das ist eine Erzählstruktur, die den Leser neugierig macht - führt dazu, dass sich Kinder die Inhalte des Textes besser merken. Die Diplomarbeit liefert mit diesem Ergebnis ein Argument dafür, dass die wissenschaftliche Untersuchung von Lehrbüchern noch viel Potential für die Entwicklung kindergemäßer Unterrichtsmaterialien birgt.
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| Dritter Preis |
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Dipl.Päd. Michaela Kautz Die Bedeutung der Fehlerkultur für das Freie Schreiben auf der Grundstufe Kirchliche Pädagogische Hochschule Wien, Institut für Ausbildung Pflichtschul-Lehramt Mag. Ingrid Prcha, Dr. Franz Hammerer
In meiner Diplomarbeit 'Die Bedeutung der Fehlerkultur für das Freie Schreiben auf der Grundstufe I' wollte ich aufzeigen, wie man Kindern, die von Grund auf lernwillig und -freudig sind, durch das Angebot, ohne Angst vor Fehlern frei Texte verfassen zu können, gerecht werden kann.
Kinder haben viele Ideen, die sie oft auch gut sprachlich umsetzen können. Leider wird ihnen in der Schule nur zu oft vermittelt, dass man keine Fehler machen darf. Diese Angst vor Fehlern hemmt die Kreativität und die Freude am Lernen. Dabei wissen wir, dass Menschen gerade aus Fehlern lernen. Warum nicht auch in der Schule?
Meine Arbeit zeigt auf, wie mit Fehlern in SchülerInnentexten umgegangen werden kann, sodass diese zu einem weiteren Schritt im Lernerfolg führen, sozusagen dem Lernen nachhelfen. Ich habe beobachtet, dass schon Kinder zwischen 7 und 8 Jahren ihr Geschriebenes reflektieren und Gehörtes kritisch beurteilen können, dass sie Fehler finden und Texte optimieren. Und dabei lernen, dass Fehler auch nützlich sein können.
Durch meine Arbeit möchte ich dazu aufrufen, Kindern nicht die Freude am Lernen zu nehmen, sondern das große Potential zu erkennen, das in unseren Kindern steckt und sie genau da herauszufordern.
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| Wissenschaftspreis 2008 |
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| Erster Preis |
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Dipl.-Päd. Dr. Anita Summer Montessori vs. Regelschule - Evaluation der Mathematikleistungen von Schülerinnen und Schülern vierter Klassen in Montessorieinrichtungen und Regelvolksschulen“ Institut für Bildungswissenschaft, Universität Wien Univ.-Doz. Mag. Dr. Tamara Katschnig
Anlass für das Entstehen der Arbeit, war das Interesse an der Fragestellung, ob zwischen den Mathematikleistungen von RegelschülerInnen und MontessorischülerInnen vierter Klassen
an Volksschulen Unterschiede bestehen. Zur empirischen Überprüfung wurden an die
300 ProbandInnen aus Montessorieinrichtungen und Regelschulen mit dem „Mathematik-Schulleistungstest für SchülerInnen vierter Klassen der Grundschule“ (HANISCH 2004) getestet.
Die Auswertung zeigte signifikante Unterschiede im Bereich der Mathematikleistungen zu Gunsten der MontessorischülerInnen. Es wurde jedoch darauf hingewiesen, dass eine derartige Untersuchung nicht unproblematisch ist, da sich verschiedene Einflussfaktoren wie Auswahl der Versuchsgruppe, mögliches höheres Bildungsinteresse der Eltern von MontessorischülerInnen und höheres Engagement der LehrerInnen in Montessorieinrichtungen nicht oder nur unzureichend abschätzen lassen.
Besonders betont wurde die Wirkung alternativer Schulformen auf ein ausgeprägtes positives Schul- und Lernklima sowie erfolgreichere soziale Interaktionen zwischen LehrerInnen und SchülerInnen.
Um die Qualität unserer Schulen dauerhaft zu steigern, muss zweifelsohne primär versucht werden, die „klimatischen“ Bedingungen innerhalb der Schulen bedeutend zu verbessern. Nachhaltiges und selbst entdeckendes Lernen – wie vom Lehrplan gefordert – wird in einer angst- und stressfreien Atmosphäre gefördert und legt den Grundstein für die Bereitschaft zu lebenslangem Lernen. Wie gezeigt wurde, bietet die Montessori-Pädagogik hierzu beachtenswerte Möglichkeiten.
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| Zweiter Preis |
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Mag. Corinna Pummer „Alternative Leistungsbeurteilung in burgenländischen Grundschulen - Vergleichende Analysen“ Institut für Erziehungs- und Bildungswissenschaft, Karl-Franzens-Universität Graz Ass.Prof. MMag. Dr. Gerhild Bachmann
Schulische Leistungsbeurteilung hat viele Funktionen sowohl für das Individuum als auch für die Gesellschaft. In dieser Arbeit werden die Ansprüche schulischer Leistungsbeurteilung, unter Berücksichtigung vermeintlicher Vor- und Nachteile der traditionellen Notengebung denen alternativer Beurteilungsformen gegenübergestellt. Der Vergleich orientiert sich an einer Befragung von Eltern und Lehrenden einiger ausgewählter Grundschulen aus dem Burgenland.
Der Begriff „neue Lernkultur“ vereint zahlreiche reformpädagogische Modelle und verlangt eine Neuorientierung im Bildungsbereich. Alternative Beurteilungsmethoden benutzen nicht mehr ausschließlich punktuell erbrachte Leistungen als Bewertungsgrundlage, sie beziehen den gesamten Vorgang bis zum Wissenszuwachs mit ein. Der Leistungsstand wird inhaltlich differenziert dargestellt und damit aufgezeigt, an welchen Stellen eine systematische Unterstützung notwendig ist. Die Autorin möchte jedoch darauf hinweisen, dass eine Neuorientierung im Bereich der Beurteilung allein nicht zu den gewünschten Veränderungen führen wird. Dafür müsste sich ein gänzlich neues Verständnis der Lernkultur durchsetzen.
Alternative Beurteilungsmethoden werden in den ersten beiden Klassen der Volksschule weitgehend akzeptiert und erhalten mehrheitlich Zustimmung von Seiten der Eltern. Trotzdem bleibt eine Bevorzugung traditioneller Notengebung für die höheren Klassen der Grundschule bei Eltern wie Lehrenden weiter bestehen. Eltern der Kinder mit alternativer Beurteilung stehen der traditionellen Methode weniger kritisch gegenüber als die befragten Lehrer/innen. Die Angaben der Eltern zu den diversen Vor- und Nachteilen sind geteilt. Es geht weder eindeutige Bevorzugung noch Ablehnung daraus hervor. Bei den Lehrenden herrscht generelle Zustimmung bei sämtlichen genannten Nachteilen von Noten und eindeutige Zurückweisung der Vorteile. Bei der Einschätzung alternativer Beurteilungsmethoden durch die Eltern zeigt sich eine zustimmende Tendenz zu den Vorteilen. Deutlicher wieder die Lehrenden: Fast alle Befragten stimmen den Vorteilen zu und wehren Nachteile ab.
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| Dritter Preis |
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Mag. Dina Dostal „Offenes Lernen aus der Sicht der SchülerInnen - Eine empirische Studie zur Praxis von Offenem Lernen im Mathematikunterricht einer 1. Klasse AHS“ Fakultät für Mathematik, Universität Wien Univ.-Doz. Mag. Dr. Günter Hanisch
Ist Offenes Lernen ein Allheilmittel – ein Garant für guten, nachhaltigen Unterricht, wie ihn Kinder & Jugendliche, Eltern, Gesellschaft und Wirtschaft fordern? Was verbirgt sich hinter diesem Schlagwort? Sind LehrerInnen des Sekundarbereichs mit dieser Methode in der Lage die anfängliche Begeisterung, die Kinder für Mathematik aus der Volksschule mitbringen länger aufrecht zu erhalten oder sogar noch zu steigern?
Offenes Lernen ist eine Möglichkeit, um individuelle Förderung zu gewährleisten und bei den SchülerInnen Freude am Lernen zu wecken. Gerade in mit Angst behafteten Fächern wie Mathematik ist es wesentlich, immer wieder neue didaktische Mittel einzusetzen, verschiedene Zugänge zu wählen, um möglichst viele SchülerInnen zu erreichen und anzusprechen.
Praxisrelevanz und Nachhaltigkeit stehen für die Autorin im Vordergrund. So führte sie im Zuge ihrer Diplomarbeit eine Untersuchung in einer ersten Klasse einer Wiener AHS durch, in deren Rahmen drei OL-Phasen realisiert und die Meinung der SchülerInnen zu dieser Unterrichtsform erhoben wurde. Die Arbeit enthält des weiteren Informationen zum Thema schülerInnenzentrierter Unterricht in kompakter Form sowie Anregungen für die praktische Umsetzung von OL-Phasen an einer Regelschule (inklusive Diskussion von Vor- und Nachteilen dieser Methode, häufigen Problemen und Tipps, sich mit den oft alles andere als optimalen Rahmenbedingungen zu arrangieren).
Ziel der Autorin ist es, LehrerInnen einen Impuls zu geben Neues auszuprobieren, damit diesen ein möglichst großer Pool an pädagogischen „Werkzeugen“ zur Verfügung steht, um den vielfältigen Anforderungen die an sie gestellt werden gerecht werden, zu können.
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| Wissenschaftspreis 2007 |
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| Preisträger einblenden/ausblenden |
| Zählsystemänderung |
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Änderung Im Jahr 2007 wurde beschlossen, den Wissenschaftspreis künftig nach dem Jahr der Preisverleihung und nicht der Ausschreibung zu benennen. Daher wird 2007 in der Bezeichnungsreihe übersprungen und der im Jahr 2007 ausgeschriebene Preis, der im Frühjahr 2008 verliehen wird, trägt die Bezeichnung Wissenschaftspreis 2008.
Im Jahr 2007 wurde beschlossen, den Wissenschaftspreis künftig nach dem Jahr der Preisverleihung und nicht der Ausschreibung zu benennen. Daher wird 2007 in der Bezeichnungsreihe übersprungen und der im Jahr 2007 ausgeschriebene Preis, der im Frühjahr 2008 verliehen wird, trägt die Bezeichnung Wissenschaftspreis 2008. |
| Wissenschaftspreis 2006 |
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| Erster Preis |
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Mag.a Barbara Tuerr Die Umsetzung der Prinzipien der Montessori-Pädagogik an österreichischen Volksschulen unter besonderer Berücksichtigung der Freiheit des Kindes Universität Wien, Institut für Bildungswissenschaft Univ. Prof. Dr. Karl Garnitschnig
Montessori hat die Freiheit zum Grundprinzip ihrer Pädagogik gemacht, deshalb werden in der vorliegenden Arbeit die Montessori-Volksschulklassen in Österreich unter dem speziellen Aspekt der Freiheit beleuchtet.
In der Arbeit wird die Frage aufgeworfen, wie die Möglichkeiten und die Bedingungen von Freiheit in heutigen Montessori-Klassen verstanden werden. Weiters wurde untersucht, welchen Stellenwert Freiheit in den Montessori-Volksschulklassen bzw. Klassen mit Montessori-Schwerpunkten hat. Der Fokus wurde speziell auf deren organisatorische Umsetzung und ihre Interpretation durch die Pädagogen gerichtet. Dabei stellte sich heraus, dass nur 33% der untersuchten Klassen den Kriterien der Montessori-Pädagogik in Hinblick auf die Umsetzung von freiem Unterricht genügen. Befragt wurden Pädagoginnen, die in Montessorischulen bzw. Klassen mit Montessori-Schwerpunkt im Schuljahr 2002/2003 unterrichteten. An der Erhebung beteiligten sich insgesamt 192 Schulen mit
401 Pädagoginnen, dies entspricht einer Rücklaufquote von 32,7%. |
| Zweiter Preis |
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Mag.a Martina Svoboda Das Menschenbild in der Heilpädagogik am Beispiel der Integration von Kindern mit Behinderungen unter Einbeziehung der Montessori-Pädagogik Universität Wien, Institut für Bildungswissenschaft Univ. Prof. Dr. Gisela Gerber
Anlass für die Entstehung meiner Diplomarbeit war eine Studie zum „Jahr der Menschen mit Behinderungen 2003“, die die Annahme, dass Menschen mit Behinderungen lediglich wegen ihrer Beeinträchtigung vom Leben in der Gesellschaft ausgeschlossen werden, bestätigt. Die Montessori-Pädagogik stellt eine Methode, die als Hilfe zur Eroberung der Unabhängigkeit gesehen wird, dar, deren Konzept die gesamte kindliche Entwicklung umfasst, wobei das einzelne Kind mit seinen Bedürfnissen im Mittelpunkt steht. Dieser pädagogische Ansatz wird als besonders geeignet für die Förderung von Kindern mit Behinderungen erachtet, weil er Anregungen und Hilfen bietet, um Kinder entsprechend ihrer Entwicklungsstufen und Interessen begleiten und ihre Handlungsfähigkeit und –Freiheit unterstützen zu können. Die klassischen Gedanken Montessoris haben seit ihrer Entstehung vor rund hundert Jahren nichts an Bedeutung eingebüßt, sie sind von zeitloser Aktualität, über jede zeitbedingte Mode weit hinausgereift und als Basis für weitere methodische Ansätze und das Wissen über medizinische Wirksamkeiten zu sehen. |
| Dritter Preis |
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Mag.a Petra Katharina Öllinger Lesen an Alternativschulen. Eine Untersuchung an den Abgängerinnen und Abgängern der Sekundarstufen der Schulen des Bundesverbandes für Selbstbestimmtes Lernen Universität Wien, Institut für Bildungspsychologie und Evaluation Univ. Prof. Dr. Alfred Schabmann
Lernen ohne Zwang - funktioniert das? Mit dieser Frage beschäftigt sich die vorliegende Diplomarbeit. Hierzu wurden am Ende der Pflichtschulzeit Leseleistungen und Lesemotivation von Schülerinnen und Schülern an den Schulen des Bundesdachverbandes für selbst¬bestimmtes Lernen mit jenen von Regelschülerinnen und Regelschülern verglichen. Anhand von hinsichtlich Geschlecht, Muttersprache, familiärem Bildungshintergrund parallelisierten Stichproben wurden Wortlesefähigkeit, phonologische Bewusstheit, Wortschatz und Lese¬verständnis erhoben. Ergänzend wurden Lesemotivation und Lesehäufigkeit gemessen. Es zeigte sich, dass jene Schülerinnen und Schüler, die ihre gesamte Schulzeit an einer Alternativschule verbracht haben, zwar langsamer lesen, aber über ein signifikant besseres Textleseverständnis verfügen, was teilweise auf ihre höhere Lesehäufigkeit und einen besseren Wortschatz zurück zu führen ist. |
| Wissenschaftspreis 2005 |
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| Preisträger einblenden/ausblenden |
| Erster Preis |
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Mag.a Robin Kristine Menges Umgang mit Fehlern beim Selbst-regulierten Lernen Leopold-Franzens-Universität, Innsbruck, Inst. f. Psychologie Univ. Ass. Dr. Kerstin Rieder
In dieser qualitativen Pilotstudie zum Umgang mit Fehlern beim Selbstregulierten Lernen wurden theoretische Grundlagen der pädagogischen Psychologie zum Selbstregulierten Lernen mit Grundlagen der Arbeitpsychologie zur Fehlerforschung verknüpft und als Ausgangspunkt für die Erforschung des Umgangs mit Fehlern in einer Montessorischule herangezogen. Schüler der 2. und 3. Schulstufe wurden beim selbstregulierten Lernen mit Mathematikmaterialien gefilmt und diese Datenbasis im Sinne einer Hypothesengenerierung analysiert. Einerseits ging es darum, ob die Lernumgebung in einer Montessorischule eine fehlerfreundliche Umgebung darstellt, die ein Fehlermanagement begünstigt und andererseits um das Fehlermanagement der SchülerInnen selber.
Fehlerfreundlichkeit zeichnet sich darin aus, dass die Möglichkeit, Fehler zu machen gegeben ist, der Schaden dabei aber gering gehalten wird. Fehlermanagement ist nur da möglich, wo Fehler begangen werden und beschreibt den Umgang mit dem Fehler und der Auseinandersetzung mit den Ursachen.
Die Ergebnisse zeigen, dass die untersuchte Lernumgebung in der Montessorischule und die verwendeten Montessorimaterialien sich als fehlerfreundlich erweisen. Hier ist vor allem die unmittelbare Fehlerkontrolle und die Möglichkeit Zwischenschritte zu kontrollieren wesentlich. Auch die Lehrperson zeigt eine fehlerfreundliche Einstellung.
Im Bezug auf das individuelle Fehlermanagement zeigt sich, dass die Schüler ihre Vorerfahrungen bezüglich Fehler und ihr schon vorhandenes Wissen nutzen, um flexibel und effizient in ihrer Aufgabenbewältigung vorzugehen. Sie reagieren auf Fehler fast ausschließlich mit Ursachensuche, Korrektur oder Wiederholung der Aufgabe, obwohl sonst keine Kontrolle von außen stattfindet.
Die Schüler entwickeln ein Verständnis für ihre Fehler und deren Ursachen. Dieses Verständnis wird in anderen Untersuchungen maßgeblich für einen Wissenstransfer gesehen, wie er zum Beispiel in der Pisastudie gefordert wird. |
| Erster Preis |
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Mag.a Ruth Zach Institutionelle und bildungs-theoretische Bedingungen von Montessori-Volksschulklassen. Eine österreich-weite Erhebung der Montessori-Standards Universität Wien, Institut für Bildungswissenschaften Univ. Prof. Dr. Karl Garnitschnig
Die vorliegende Diplomarbeit behandelt die Begriffe „Institution“ und „Bildung“ und
deren Abgrenzung und Verständnis in der Montessori-Pädagogik. Es werden die
grundlegenden Prinzipien (z.B. Freiarbeit, altersheterogene Lerngruppen, Montessori-Materialien, alternative Leistungsbeurteilung) einer Montessori-Volksschulklasse erläutert und die Möglichkeiten für die Umsetzung in Österreich dargestellt. Die theoretischen Überlegungen werden mittels einer empirischen Studie über die vorhandenen Standards an Montessori-Volksschulklassen im Schuljahr 2003/2004 überprüft. Die Erhebung erfolgt mittels eines postalisch versendeten standardisierten Fragebogens. Die erhaltenen Daten werden mit dem Programm SPSS 11.0 für Windows auf ihre Signifikanz geprüft. Das Hauptinteresse besteht darin, Unterschiede bei der Umsetzung der Prinzipien der Montessori-Pädagogik in den oben genannten Schulformen festzustellen und die möglichen Ursachen zu diskutieren. |
| Zweiter Preis |
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Wolfgang Schmidt, MSc Auswahlkriterien für Lern-software für den Grundschul-bereich aus dem Blickpunkt der Montessoripädagogik Donau-Universität Krems, Zentrum f. Bildung und Medien Prof. Dr. Christina Hager
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit Qualitätskriterien für die Auswahl und den Einsatz von Lernsoftware. Ausgehend von der Aktualität des Themas eLearning werden grundlegende Anforderungen an informationsverarbeitende Systeme und Software umrissen.
Eine Darstellung der klassischen Lehr- und Lernansätze gibt eine Orientierungshilfe, wie moderne Lernsoftwaretitel zu positionieren sind. Die pädagogischen Grundlagen der Montessoripädagogik werden mit den Anforderungen der Mediengesellschaft des 21. Jahrhunderts in Beziehung gesetzt. Ein Exkurs in die Geschichte der Lernmaschinen und damit auch der Lernsoftware spannt nochmals den Bogen zu den unterschiedlichen Lehr- und Lernansätzen. Auf dieser Grundlage werden die verschiedenen Typen von Lernsoftware kategorisiert und allgemein beschrieben.
Eine Untersuchung aktueller Softwareratgeber soll zeigen, welche Auswahlkriterien den Grundsätzen der Montessoripädagogik genügen und welche es neu zu definieren gilt. Die erarbeiteten Kriterien werden praktisch erprobt indem Lernsoftware exemplarisch evaluiert wird. Mit dieser Arbeit soll Personen, die an Montessoripädagogik interessiert sind, ein Instrument zum Auffinden geeigneter Lernsoftware gegeben werden. Durch die Transparenz und die Möglichkeit das Zustandekommen der Auswahlkriterien nachzuvollziehen, soll die Urteilsfähigkeit in Bezug auf Lernsoftware geschärft werden. |
| Dritter Preis |
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Dipl.-Päd. Manuela Spenger Der Unterricht nach Maria Montessori in Mehr-stufenklassen mit Fokus auf das Erstlesen und Erst-schreiben im Deutsch-unterricht PÄDAK des Bundes, Baden Prof. Dr. Annemarie Lenz
Angeregt durch eine Reihe von hartnäckigen Vorurteilen der Montessori-Pädagogik gegenüber, war es das Ziel von Manuela Spenger, eine Reihe von typischen Missverständnissen zu klären und das manchmal in der Öffentlichkeit verzerrte Bild des Ansatzes Maria Montessoris zurechtzurücken.
Hauptfragestellungen:
1) Was sind die wesentlichen Prinzipien des Unterrichts nach Maria Montessori?
2) Wie aktuell ist die Montessori-Pädagogik?
3) Wie sehen Lehrer/innen und Studierende die Möglichkeit, Montessori-Pädagogik in der Regelschule zu realisieren?
4) Wie sehen Montessori-Pädagog/innen die Möglichkeiten der Montessori-Pädagogik in der Regelschule und in der Mehrstufenklasse?
5) Wie sehen ehemalige Schüler/innen und deren Eltern den Unterricht nach Maria Montessori?
6) (Wie) Kann die Methode Maria Montessoris im Sprachunterricht in Mehrstufenklassen am Beispiel des Erstlesens/Erstschreibens effektiv eingesetzt werden?
7) Welche Grenzen sind dem Einsatz der Montessori-Pädagogik im Regelschulwesen gesetzt? |
| Wissenschaftspreis 2004 |
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| Wissenschaftspreis |
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Mag.a Michaela Luckmann Mathematisches Repertoire von Volksschulkindern in der dritten Schulstufe. Montessori- und Regelschulklassen im Vergleich Universität Salzburg Univ. Prof. Dr. Jean-Luc Patry
Fragestellung dieser explorativen Studie ist die Wirksamkeit der Montessori-Pädagogik im Bereich Mathematik in der Volksschulklasse. An der Studie, die im Zeitrum Juni bis Juli 2003 durchgeführt wurde, beteiligten sich acht Lehrerinnen mit insgesamt 173 Kindern aus vier Montessoriklassen und vier Regelklassen an zwei Schulen in Deutschland und Österreich. Untersucht wurden Unterschiede im mathematischen Repertoire (Problemerfassung, Umsetzung in symbolische Zeichen, Entwickeln von Lösungsstrategien, Reflexion der Strategien) zwischen Montessori- und Regelklassen.
Mittels eines eigens entwickelten Testbogens (WALK) erhielten Schülerinnen und Schüler der dritten Klasse Volksschule aus Österreich und Bayern die Aufgabe, zu komplexen Bildern wie z.B. einem Verkehrszeichen, einer Kugelpyramide oder einer Kiste Kiwis verbale Beschreibun¬gen sowie eine Umsetzung in symbolische Zeichen und mathematische Operationen zu verfassen.
Als Ergebnis ist hervorzuheben: im Bereich der Arithmetik (Rechenoperationen von 0 bis 100) schneiden Kinder aus Montessoriklassen signifikant besser ab, im Bereich des Erfassens der natürlichen Zahlen sind sie in der Tendenz besser. Bemerkenswert erscheint auch, dass Mädchen genauso gut abschneiden wie die Burschen. |
| Auszeichnung |
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Mag.a Monika Offenberger Grundlagen der Montessori-Pädagogik und deren Anwendbarkeit im Instrumentalunterricht Universität für Musik und darstellende Kunst fehlt noch
In ihrer Diplomarbeit setzt sich Monika Offenberger einleitend mit der Montessori- Pädagogik im Allgemeinen und deren Aktualität auseinander und untersucht eingehend das musikdidaktische Konzept Maria Montessoris. Dabei stößt sie auf zwei Frauen, die diesen Bereich maßgeblich beeinflussten: Anna Maccheroni und Elise Braun-Barnett. Bei der Anwendbarkeit der Montessori-Pädagogik im Instrumentalunterricht werfen sich nicht nur fachdidaktische, sondern auch organisatorische und sozialerzieherische Fragen auf. Die Unterrichtsform, eine Stunde pro Woche, die „Vorbereitete Umgebung“ im Einzelunterricht, die Rolle der Lehrperson im Einzelunterricht, die Freiheit im Instrumentalunterricht und „Musikalische sensible Phasen“ werden untersucht und neu überdacht. Außerdem wird eine Musikschule vorgestellt, die es sich zum Ziel gesetzt hat, im Sinne Maria Montessoris zu unterrichten. Kindern sollen hier die Möglichkeit geboten werden, ihre individuellen musikalischen Begabungen zu entfalten. Eigene Erfahrungen der Autorin mit Montessori-Pädagogik im Instrumentalunterricht und die Vorstellung von Musik-Materialien bilden den Abschluss der Arbeit. |
| Auszeichnung |
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Mag.a (FH) Verena Rieder-Hackl Beurteilung eines Konzeptes für eine Montessori-Bildungsstätte in Kufstein mit Hilfe strategischer und operativer Controlling-Instrumente Management Center Innsbruck fehlt noch
Kernpunkt der Diplomarbeit ist es, eine Strategie für eine gemeinnützige Einrichtung zu formulieren, die das ideell Gewollte (Montessori-Bildungsstätte), das ökonomisch Machbare (Kostendeckung bzw. Eigenkapitalbildung) und die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen (u.a. Abhängigkeit von Kostenträgern versus sozialem Handeln und zeitgemäßen Mitarbeiter-Ansprüchen) in Einklang bringt.
Die dabei verwendeten Instrumente des Controllings sollen nicht nur monetären Erfolgszielen dienen, sondern einen ganzheitlich ausgewogenen Handlungsrahmen abdecken und Ausgangpunkt für eine Weiterentwicklung, z.B. in Richtung Balanced Scorecard, sein. |
| Wissenschaftspreis 2003 |
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| Preisträger einblenden/ausblenden |
| Erster Preis |
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Mag.a Isolde Farthofer In wie weit das Entwicklungsmaterial von Maria Montessori für die heutigen Kinder interessant ist Institut für Erziehungswissenschaft an der Paris-Lodron Universität Salzburg Univ. Prof. Dr. Jean-Luc Patry
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| Zweiter Preis |
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Mag.a Tina Leuzzi Umgang mit Mathematik: Empirische Untersuchng zur Mathematik in der Montessorigrundschule und der Regelschule Institut für Erziehungswissenschaft an der Universität Wien. Univ. Prof. Dr. Richard Olechowski
Den ersten Teil der Arbeit bildet die Beschreibung der Pädagogik Maria Montessoris und des von ihr entwickelten Unterrichtsmaterials für Mathematik. Im zweiten Teil finden sich die Zusammenfassung und die Ergebnisse unserer empirischen Forschungsarbeit im Feld.
Grundlage unserer Auseinandersetzung mit der Materie waren zwei von uns aufgestellte Hypothesen. Hypothese 1 lautete: "Schülerinnen und Schüler des 4. Jahrganges einer Montessorigrundschule haben aufgrund der angebotenen Materialien und der Montessori-Didaktik ein signifikant besseres räumliches Vorstellungsvermögen als Schülerinnen und Schüler der Regelgrundschule." Hypothese 2 lautete: "Schülerinnen und Schüler des 4. Jahrganges einer Montessorigrundschule sind aufgrund der angebotenen Materialien und der Montessori-Didaktik signifikant besser im Bruchrechnen als Schülerinnen und Schüler der Regelgrundschule." Für die empirische Untersuchung verwendeten wir Teile des Leistungsprüfsystems von Dr. Wolfgang Horn und Teile der Diagnostischen Rechenprobe 4 von Anton Zrzavy. Die Untersuchung fand Ende Juni 2001 in elf Schulklassen der 4. Schulstufe statt, davon fünf Montessori-Klassen und sechs Regelschul-Klassen. Insgesamt waren 191 Kinder an der Untersuchung beteiligt, davon 78 Montessorigrundschüler und 113 Regelgrundschüler. Bei unserer Untersuchung konnten wir feststellen, dass Montessorigrundschüler und Regelgrundschüler im verwendeten Testverfahren keine Leistungsunterschiede zeigen. Das Testverfahren berücksichtigte aber lediglich die im Lehrplan geforderten Kenntnisse und keine komplexeren mathematischen Leistungsbereiche; es wäre anzunehmen, dass durch intensivere Testung ein Vorteil für die Montessorischüler sichtbar würde. |
| Dritter Preis |
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Mag.a Claudia Pokorny Untersuchung der Leistungsunterschiede im Bereich des Lesens in verschiedenen Schultypen fehlt noch Univ. Prof. Dr. Richard Olechowski
Empirische Untersuchung an 4. Klassen öffentlicher Volksschulen. Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Vergleich des Leseunterrichts von 4. Klassen an Wiener Volksschulen. Zur Gegenüberstellung wird das Regelschulwesen als auch die Alternativschule nach Maria Montessori herangezogen. Zunächst wird die Unterrichtsgestaltung beider Schultypen – angefangen von der Didaktik, über Lernmodelle bis hin zum Leseunterricht – von ihrer theoretischen Seite vorgestellt, um eine Grundlage für die folgende Untersuchung zu geben. Im empirischen Teil der Arbeit geht es um einen Vergleich der Leseleistung der Schüler der Regelschulklassen mit der Leseleistung der Schüler der Montessoriklassen. Es wurde mit Schülern beider Schultypen ein Lesetest durchgeführt; die Ergebnisse der Untersuchung sollen Aufschluss über die Auswirkungen der unterschiedlichen Unterrichtsformen im Bereich des Lesens auf das Leistungsniveau der untersuchten Schüler geben. Die statistische Auswertung der gesammelten Daten ergab keinen signifikanten Unterschied zwischen beiden Schultypen |

