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Kleinkindpädagogik

Die Pädagogik der frühen Kindheit beschäftigt sich mit den Entwicklungsbedürfnissen und -möglichkeiten von Säuglingen und kleinen Kindern im Alter von 0-3 Jahren. Viele der für einen zufriedenen Erwachsenen ausschlaggebenden und im Rahmen von Erziehung intendierten Ziele werden hier grundgelegt: Körper- und Gesundheitsbewusstsein, Gewalt- und Suchtprävention, Beziehungs- und Teamfähigkeit, Autonomie und Selbstverantwortlichkeit, emotionale und soziale Kompetenz, um nur einige zu nennen.

Kinder schöpfen aus einem Entwicklungspotential, das sie unter geeigneten Bedingungen und in ihrem Zeitmass wachstumsfördernd zur Entfaltung bringen können. Dabei entsprechen spezifische Entwicklungsschritte den sensomotorischen Bedürfnissen.

Durch Kleinkindausreichende Gelegenheiten, in einer anregenden Umgebung aus eigener Initiative sensorisch und motorisch tätig werden zu können, entfalten sich die für diese Zeit zum Reifen angelegten Gehirnstrukturen bestmöglich. Durch eigenständige Aktivität ist es dem kindlichen Organismus möglich, sein äußeres und inneres Gleichgewicht zu bewahren, sich Herausforderungen selbstständig zu suchen, sich dabei weder zu unter- noch zu überfordern und dadurch Bewältigungsstrategien zu entwickeln.

Im selbst initiierten freien Spiel erfährt der Säugling schon von früher Zeit an die Fähigkeit, sich für eine Beschäftigung zu entscheiden, zwischen vorhandenen Möglichkeiten selbstständig auszuwählen und - aufgrund der Freiheit, die Zeitspanne und Art der Beschäftigung selbst zu bestimmen - Ausdauer zu zeigen, Konzentration, Freude und Befriedigung über sein schöpferisches Forschen und Experimentieren zu erfahren. So kann auch das vorhandene Potential zur Selbstregulation genutzt, bewahrt und gestärkt werden.

Grundlage für diese identitätsstiftenden Selbstwirksamkeitserfahrungen ist Bindungssicherheit durch positive Beziehungserfahrungen - aufmerksame, zugewandte und interessierte Anteilnahme. Feinfühliges Beantworten der kindlichen Bedürfnisse ermöglicht entscheidende Erfahrungen für die Entwicklung von Empathiefähigkeit. Dadurch wird es schon in frühester Kindheit möglich, soziale Kompetenz zu entwickeln.

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Autorin: Daniela M. I. Pichler-Bogner